Schneeregen, Schneeschmelze, Rauch und die feuchte Frühlingsluft können Betonzäune stark beanspruchen – von einem grauen Belag bis hin zu grünen Moos- und Algenfeldern, die besonders auf der schattigen Nordseite gut gedeihen.
Sie können Ihrem Zaun in nur einem Nachmittag wieder zu neuem Glanz verhelfen. Wichtig ist dabei, den Beton nicht zu beschädigen.
1. Hochdruckreiniger: Ja oder nein?
Das ist die häufigste Frage, und die Antwort lautet: Ja, aber mit Bedacht.
Hoher Wasserdruck ist zwar hilfreich, aber nicht immer zuverlässig. Ist der Strahl zu stark oder die Düse zu nah am Beton, kann die oberste Betonschicht beschädigt werden. Dadurch entstehen Mikroporen, in die Schmutz und Wasser später noch tiefer eindringen können.
So gehen Sie richtig vor: Verwenden Sie eine Flachstrahldüse (niemals eine Punktstrahldüse, da diese den Beton regelrecht abfräsen kann). Halten Sie einen Abstand von mindestens 30 bis 40 cm zur Oberfläche ein und arbeiten Sie von oben nach unten.
Wann Sie auf den Gartenschlauch verzichten sollten: Wenn der Zaun älter oder brüchig ist oder Risse aufweist, verwenden Sie stattdessen eine klassische Reisbürste und einen Gartenschlauch.
2. Grüner Feind: So werden Sie Moos und Algen an der Nordseite los.
Die Nord- und Schattenseiten des Zauns sind oft so grün wie ein Fußballplatz im Mai. Nur Wasser aus dem Gartenschlauch reicht hier nicht aus – zwar wird der sichtbare Bewuchs abgewaschen, aber nicht die mikroskopisch kleinen Wurzeln und Sporen. Das Moos ist innerhalb eines Monats wieder da.
Chemie mit Bedacht:
Verwenden Sie spezielle Fungizide und Algizide für Beton und Stein (oft als „Moos- und Algenentferner“ bezeichnet). Diese Produkte werden auf den Betonzaun gesprüht und müssen einwirken (einige werden abgespült, andere wirken von selbst und werden erst durch Regen abgewaschen).
Ökologische Hauslösung:
Wenn Sie keine Chemikalien um die Blumenbeete sprühen möchten, eignet sich eine Lösung aus normalem Essig und Wasser (im Verhältnis 1:1) oder aufgelöstem Backpulver. Seien Sie jedoch vorsichtig mit Zierpflanzen direkt unter dem Zaun – das saure Milieu kann ihnen schaden. Decken Sie den Boden unter dem Zaun daher vorher mit einer Plane ab.
3. Was tun bei Fett- und Rostflecken?
Manchmal haften nicht nur Naturprodukte, sondern auch menschliche Aktivitäten an einem Betonzaun.
Rostflecken (z. B. von einem Metalltor oder alten Beschlägen) lassen sich mit speziellen Reinigern auf Phosphorsäurebasis entfernen.
Fettflecken (z. B. von Rasenmäheröl oder einem Grill) sollten Sie so schnell wie möglich mit saugfähigem Material (Watte, Sägemehl) bestreuen und anschließend mit warmem Wasser und etwas Spülmittel oder technischem Benzin reinigen.
4. Schritt für Schritt: Die ideale Frühjahrsreinigung für einen Betonzaun
Grobe Reinigung:
Spinnweben, trockenes Laub und Lehmablagerungen mit einem Besen vom Zaun entfernen.
Anwendung des Reinigers:
Sprühen Sie das Produkt auf Moos und Algen auf den trockenen Zaun (trockener Beton nimmt die Reinigungsmittel besser auf).
Mechanische Reinigung:
Verwenden Sie eine Bürste für stark verschmutzte Stellen.
Abspülen:
Spülen Sie den gesamten Zaun gründlich mit einem Wasserstrahl oder Gartenschlauch von oben nach unten ab.


